Wie wir arbeiten
Ein Jahr im Weingarten. Sechs Kapitel — vom ersten Frost bis zum letzten Fass. Was wir tun, was wir bewusst nicht tun, und warum.

Das ganze Jahr
Boden
Reiner Schotter. Der schwierigste Ausgangspunkt, den man sich aussuchen kann.
Wir liegen im Steinfeld, und das heißt: Schotter, so weit man gräbt. Ein Boden, der kaum Wasser hält, von Natur aus wenig Humus mitbringt und dessen Oberfläche zum Großteil mit faustgroßen Steinen bedeckt ist.

Jänner bis August
Weingarten
Rebschnitt im Winter. Aufbinden im Frühjahr. Grüne Arbeit im Sommer.
Vierzig Tage im Winter, jeden Stock einzeln. Hans entscheidet pro Rebe — welche Triebe bleiben, welche kommen weg, wie die Last aufgebaut wird.

April bis August
Pflanzenschutz
Das Thema, über das niemand reden will. Bei uns steckt darin der größte Teil der Qualität.
Statt nach festem Schema zu spritzen, schauen wir Wetter und Krankheitsdruck täglich an. Jede Behandlung wird protokolliert: Datum, Mittel, Menge, Wetterbedingungen, Behandlungsgrund.

September und Oktober
Lese
Handlese, Selektion am Lesewagen, Kühlung im Keller. Drei Schritte, kein Kompromiss.
95 Prozent unserer Trauben kommen von Hand, über 25 Hektar. Mit Schere und Eimer, Stock für Stock. Wir starten im Morgengrauen, weil die Trauben dann kühl sind.

September bis Juli
Keller
Von der Maische bis zur Flasche. Und pro Weinlinie eine eigene Logik.
Eine Hefe, die seit vier Tagen gärt, ist lebendiger als eine frisch angesetzte, in der die Hälfte der Zellen tot im Päckchen liegt. Und weil die Hefe neutral ist, schmeckt man den Weingarten und nicht sie.

Das ganze Jahr
Nachhaltigkeit
Leichtere Flaschen. Photovoltaik. Karton-Rückgabe. Keine Kompensation.
Wir sind 2022 von 550 g auf 410 g pro Flasche umgestiegen — die leichteste Standardflasche, die optisch noch nach Wein aussieht.
