# Weingarten

Rebschnitt im Winter. Aufbinden im Frühjahr. Grüne Arbeit im Sommer.

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  alt="Begrünte Rebzeilen in Teesdorf, drei Personen bei der Lese, Ortsrand im Hintergrund"
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## Rebschnitt von Hand

Im Winter, jeden Stock einzeln. Werkzeug klein und scharf, ein Sekateur und eine Astschere. Es ist die Arbeit, die das ganze Jahr beeinflusst: wer hier eilig ist, holt sich Probleme im Sommer.

## Aufbinden und grüne Arbeit

Im Frühjahr binden wir die Triebe auf den Draht. Im Sommer reduzieren wir das Laub um die Trauben: mehr Luft, mehr Sonne, weniger Pilzdruck. Wo die Trauben zu dicht wachsen, wird ausgedünnt: weniger Beeren am Stock heißt reifere, konzentriertere Trauben im Herbst.

## Standort und Erziehung

25 Hektar verteilt auf acht Rieden in Teesdorf, Leobersdorf, Baden und Tattendorf. Klassisches Guyot-System, in der Thermenregion seit Generationen die Standard-Erziehung.

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  IT-1224 — dieser Abschnitt ist neu, aus Hans' Diktat vom 09./10.08.2026
  (Vault iA-Writer/Fangen wir mit der Weingartenarbeit an Rebschnitt.md).

  BEWUSST als laufende Umstellung formuliert, nicht als erledigt: Hans sagt
  „mein neues Ziel ist, beim Rebschnitt auf den Cordonschnitt umzustellen".
  Das Guyot-System oben bleibt deshalb stehen und wird NICHT ersetzt — heute
  steht der Grossteil der Flaeche noch so. Wer hier spaeter aufraeumt, muss
  vorher wissen, wie weit die Umstellung wirklich ist.
*/}

## Warum wir den Rebschnitt gerade umstellen

Wir haben lange versucht, den wundarmen Rebschnitt umzusetzen. Fachlich stehen wir bis heute dahinter. Nur ließ er sich nicht vermitteln. Wer das System nicht vollständig verstanden hat, kann es nicht anwenden. Und 25 Hektar schneidet niemand allein. Das ist einer der Fehler, die wir uns [selbst aufgeschrieben haben](/weingut/fehler/).

Unser Weg führt jetzt zum Cordonschnitt. Der Aufbau: links und rechts je ein Arm mit drei Zapfen, pro Zapfen zwei Augen. Macht zwölf Augen und damit zwölf Triebe pro Stock.

Der Vorteil liegt darin, was wegfällt. Steht das Gerüst einmal, wird nur noch auf die Zapfen geschnitten und **das Aufbinden entfällt vollständig**. Wir können mit dem Vorschneider tief vorarbeiten und müssen danach im Wesentlichen nur noch die Zapfen zurechtstellen. Das ist deutlich schneller. Und vor allem ist es erklärbar.

Dazu kommen zwei Dinge, die dem Stock selbst guttun. Der Cordon trägt mehr Altholz; das macht die Rebe robuster und weniger anfällig für Trockenstress. Und wir können später schneiden, weil wir zunächst alles stehen lassen: Der Austrieb verzögert sich und das nimmt uns einen Teil des Spätfrostrisikos ab.

Ehrlicherweise: Das Gerüst aufzubauen ist der schwierige Teil. Diese Arbeit haben wir noch vor uns.

{/* hausstil-geprueft [IT-3035] */}
